Gedanken zur musikalischen Leitung eines Akkordeonorchesters
Weshalb schreibe ich zu diesem Thema? Da ich selbst seit zweieinhalb Jahren ein Akkordeonorchester leite und davor zwölf Jahre lang in einem mitgespielt habe, ist es mir ein Bedürfnis über diese Zeit zu reflektieren und diesbezüglich meinen Horizont zu erweitern. Bisher habe ich mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie ich die Proben interessanter und effizienter gestalten könnte. Oft hatte ich unbefriedigende Proben und war jeweils demotiviert diese Aufgabe fortzuführen. Es ist aber immer aufschlußreich, einmal das Thema von einer anderen Seite zu betrachten, die Gedanken eines anderen zu lesen. Durch das lesen diverser Literatur und durch die tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema, erhoffe ich mir eine Verbesserung in meinem Wirken als Dirigent. Beim Lesen der "Probenpädagogik" wurde mir Vieles bewußt, was ich vorher als selbstverständlich betrachtete. Viele Gedanken die im Buch erläutert werden, habe ich bisher außer Acht gelassen. Viele Hinweise und Möglichkeiten waren mir (noch) nicht bewußt. Ich freue mich darauf einige Gedanken weiterzuverfolgen und sie natürlich auch mit meinem Orchester auszuprobieren.
Pfortner und Mark Andreas Giesecke geben in ihren Büchern sehr viele interessante Rezepte. A.Pfortner schreibt in seinem Buch über seine Erfahrungen als Orchestermusiker. Sein Buch richtet sich in erster Linie an Dirigenten von Laienorchester. Er spricht ganz allgemein über die Probenarbeit, Disziplin im Orchester Probenplanung, Aufbau und Ablauf einer Probe, die Sitzordnung...
M.A.Giesecke gibt Tipps zum Üben, das Proben und das Vorspielen, er bezieht sich aber nicht auf die Orchesterarbeit.
Michael Stecher gibt in seinem Werk eher weniger Rezepte, aber er hinterfragt umso mehr. Sein Buch finde ich genau deswegen so interessant. Es brachte und bringt mich jedesmal wenn ich darin lese zum Nachdenken.
Sven Angelo Mindeci
